FAQ

Wie ist der Ablauf einer Therapie?

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1. Kontaktaufnahme
Der erste Schritt besteht aus Ihrer Kontaktaufnahme. Bitte zögern Sie nicht, mich während meiner Sprechzeit anzurufen oder mir eine E-Mail zu schreiben, um Fragen zu klären. Im Gespräch erläutere ich Ihnen das weitere Vorgehen und wir machen bei Interesse einen ersten Termin aus.

2. Das Erstgespräch
Zum ersten Termin müssen Sie nur sich selbst mitbringen. Sie brauchen weder eine Überweisung noch Ihre Krankenkassenkarte. Eine Therapiestunde dauert 50 Minuten.

Der wichtigste Faktor für den Behandlungserfolg ist die therapeutische Beziehung. Ich kann Sie hier nur ermutigen, in sich hinein zuhören, ob Sie sich die Zusammenarbeit mit mir vorstellen können. Dazu dient der erste Termin: Zum Kennenlernen und, da es sich hier um eine Privatpraxis handelt, auch zur genauen Erläuterung des weiteren Vorgehens und der Abrechnungsmöglichkeiten. Die tiefergehende Therapie beginnt erst mit den späteren Sitzungen.

3. Die Therapie
Wenn Sie sich für mich entschieden haben, und ich der Meinung bin, für Sie als Person und für Ihre Fragestellung die richtige Ansprechpartnerin zu sein, beginnen wir die Therapie. Zunächst vereinbaren wir vier probatorische Sitzungen, in denen ich Ihre Biografie erhebe und Ihre Problemstellung verstehe. Im Anschluss folgt die tiefergehende therapeutische Arbeit.

Kurzzeittherapien erstrecken sich nach der Probatorik (das sind die ersten 4 Stunden) über 12 bis 24 Einheiten à 50 Minuten, Langzeittherapien über 45 bis 60 Einheiten à 50 Minuten. Selbstzahler*innen berate ich gerne über Frequenz und Anzahl der Sitzungen. Wie wir dabei vorgehen, liegt ganz bei Ihnen. 

Wieso haben Sie keinen Kassensitz?

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Ich bin wie meine Kolleg*innen mit Kassensitz psychologische Psychotherapeutin, habe also die gleiche Qualifikation wie sie. Doch ich habe (noch) keinen Sitz, der mich zur Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen ermächtigt. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat einen festen Schlüssel für psychotherapeutische Kassensitze festgelegt. Nur wenn ein Kassensitz frei wird, kann ein*e Psychotherapeut*in sich darauf bewerben. Die Zahl der Kassensitze ist stark begrenzt und viele Psychotherapeut*innen bewerben sich auf sehr wenig Plätze. Der Bedarf an Psychotherapie ist weit höher als die Zahl der Kassensitze auf dem Markt, so ergeben sich die langen Wartezeiten für einen Therapieplatz. Das bedeutet: Genauso wie unsere Patient*innen stehen auch wir auf der Warteliste- nur eben für einen Kassensitz.

Genauer erklärt ist das alles in der Sendung von Jan Böhmermann, in diesem Artikel der "Psychologie heute" und in diesem Artikel von "Deutschlandfunk Kultur"

Wie wahrscheinlich ist die Kostenübernahme?

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Die Kostenübernahme ist immer eine Einzelfallentscheidung, daher gibt es keine Erfolgswahrscheinlichkeiten. Es lohnt sich dennoch, es gemeinsam zu versuchen, vor allem, da die Wartezeiten auf einen regulären Therapieplatz sehr lange sind. Zögern Sie nicht, mich anzurufen oder zu mailen und etwaige Fragen zu klären!

Do you offer therapy in English?

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 I offer therapy in English. Since I am not a native speaker, I would suggest we meet in person so that you can evaluate whether my language skills suffice your needs.

Wie gehen Sie mit COVID um?

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Bei mir in der Praxis gilt die 2G+ Regel. Ich bitte Sie, nur zu Terminen zu erscheinen, wenn Sie sich gesund fühlen. Abhängig von der aktuellen Infektionslage tragen wir in der Sitzung Maske, nutzen Videotherapie oder verlassen uns auf den weiten Abstand der Sessel und das regelmäßige Lüften des Raumes und sehen uns ohne Maske. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie weitere Fragen oder Bedenken habe.

Wie wirksam ist Verhaltenstherapie?

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Generell gilt, dass alle Richtlinienverfahren, Verhaltenstherapie sowie psychodynamische Verfahren, wirksam bei psychischen Erkrankungen sind.

In Studien schneiden die verhaltenstherapeutischen Verfahren sehr gut ab. Besonders für symptomlastige Störungsbilder, die von übenden Verfahren (Expositionen) und einem strukturierten Vorgehen profitieren wie Angst-, Zwangs- und Essstörungen, liegen eindrucksvolle Studienergebnisse für die Verhaltenstherapie, auch im Vergleich mit anderen Verfahren, vor.

Selbstzahlen- lohnt sich das?

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Abgesehen von den guten Gründen des Selbstzahlens wie die kürzere Wartezeit auf einen Therapieplatz (hier habe ich weitere Gründe aufgelistet), wird häufig abgewogen, ob es sich lohnt, die Therapie selbst zu zahlen. Für Mode, Hobbys, Reisen geben die meisten, sofern es ihnen finanziell möglich ist, gerne Geld aus. Psychotherapie selbst zu zahlen ist eine Form der Selbstfürsorge, die sich (in Deutschland) noch nicht durchgesetzt hat. Doch, vorausgesetzt sie ist hilfreich, kann ein Selbstzahlen von Psychotherapie bewirken, dass Sie Freude im Leben wiederfinden, geistige Flexibilität, Zufriedenheit und seelische Gesundheit fördern. 

Geht es mir überhaupt schlecht genug für eine Therapie? 

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Vermutlich benötigen Sie eher eine Therapie, als keine zu benötigen: 27.8% aller Deutschen weisen jährlich eine psychologische Erkrankung auf. Das sind 17,8 Millionen Menschen allein in Deutschland! Psychische Erkrankungen sind keine Seltenheit. Sie sind normal. Und doch befindet sich nur ein kleiner Bruchteil in psychologischer Behandlung.

Häufig ist das Stigma, sich in Therapie zu begeben, groß und lässt zögern. Wenn Ihre Symptome "zu klein" für die Therapie sind, wird Ihr*e Psychotherapeut*in Ihnen dies mitteilen. Doch vermutlich wird das nicht passieren. Wenn ein Leidensdruck besteht, ist eine Therapie nötig. Ganz einfach. Dazu kommt: Ein frühes Eingreifen kann wie so oft einen langen Krankheitsweg verhindern. Es schadet nicht, es zumindest auszuprobieren!

Gibt es auch Nebenwirkungen?

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"Was wirkt, wirkt auch daneben."

Tatsächlich gibt es in der Psychotherapie Nebenwirkungen. Besonders zu Beginn der Therapie berichten Patient*innen zunächst von einer Stimmungsverschlechterung. Dies ist nachvollziehbar, da dann alle negativen Aspekte beleuchtet werden und im Bewusstsein präsent sind. Das ist oft schmerzhaft. Auch kann die Therapie dazu führen, dass Beziehungen zu engen Bezugspersonen neu bewertet werden. In den meisten Fällen klingen diese Nebenwirkungen jedoch mit der Zeit ab und es tritt eine allgemeine Verbesserung ein. 

Ich habe Angst, dass Inhalte in der Therapie schmerzhaft sein könnten.

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Das ist sehr verständlich. Wir Menschen versuchen unser Möglichstes, um Schmerzen im Leben zu verhindern. Dabei werden wir oft durch all unsere Schutzmaßnahmen selbst unglücklich. Beispielsweise, weil wir uns so sehr vor Angst schützen, dass wir nicht mehr aus dem Haus gehen. Oder versuchen,  Enttäuschungen zu vermeiden und uns daher nicht trauen, etwas auszuprobieren oder uns auf diese eine tolle Stelle zu bewerben. Wir leiden dann weniger am Schmerz selbst, sondern eher an unseren Bewältigungsstrategien.

Es ist also in Ordnung und auch gewollt, wenn die Therapie wunde Punkte berührt. Sie haben dabei stets die Kontrolle und wir gehen soweit Sie möchten. Sie dürfen Stopp sagen. Ich möchte Ihnen hier Mut machen: Gerade das Sprechen und Verarbeiten des Schmerzes hilft dabei, diesen zu bewältigen. 

Psychotherapie, Heilpraktiker*in....wo ist der Unterschied?

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Bei den Bezeichnungen kommt es immer wieder zu Verwirrungen, daher habe ich Ihnen hier kurze Erklärungen aufgelistet.

Psycholog*in: Das sind Personen, die ein abgeschlossenes Psychologie-Studium haben. Weitergehende Kompetenzen im Therapiebereich sind damit noch nicht unbedingt verbunden.

Psychologische*r Psychotherapeut*in: Das sind Personen, die Psychologie studiert und dann eine mehrjährige Weiterbildung absolviert haben, welche in einer staatlichen Approbation mit einer Prüfung endet. Die Bezeichnung „Psychotherapeut*in“ ist gesetzlich geschützt und darf nur für diese Personengruppe benutzt werden. Psychotherapeut*innen behandeln nach wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Auch Ärzt*innen können eine psychotherapeutische Weiterbildung machen.

Psychiater*in: Dies sind Mediziner*innen, die die Facharztausbildung zum/zur Psychiater*in gemacht haben. Sie können zusätzlich dazu auch eine psychotherapeutische Weiterbildung machen und ebenfalls Therapien anbieten. Im Gegensatz zu psychologischen Psychotherapeut*innen dürfen sie Medikamente verschreiben.

Psychotherapie-Heilpraktiker*innen: Heilpraktikerer*innen werben mit "Psychotherapie", dürfen sich jedoch nicht "Psychotherapeut*innen" nennen, dieser Begriff ist für ausgebildetete und studierte Psychotherapeut*innen geschützt. Heilpraktiker*innen können, aber müssen kein Studium absolviert haben. Ein Schulabschluss, das Erreichen des 25. Lebensjahres und eine Prüfung, in der Wissen zu Psychiatrie und Psychotherapie abgefragt wird, genügen. Eine Ausbildung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Häufig werden Heilpraktiker*innenschulen besucht, was jedoch für den Schein nicht nötig ist. Heilpraktiker*innen müssen nicht nach wissenschaftlich anerkannten Verfahren behandeln. Eine Behandlung kann dennoch helfen.